on the occasion of the exhibition Augenlicke – von Leben und Sterben 

with Susi, Elle, Leo, Rumo, Alex 


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Bild von

photo © Ben Gross

Was musste sterben? Was stirbt noch, damit etwas Neues zum Leben findet?
Sechs Körper, sechs Stimmen, sechs Wege ins Ungewisse. Spuren zeigen sich, verklingen. Bilder tauchen auf und ab. Worte tasten. Körper erinnern, verlieren, halten. 

DISAPPEARANCE

Was stirbt in mir?
Was alles ist schon gestorben,
damit Neues zum Leben findet?

Leben und Sterben –
kein Anfang, kein Ende.
Von Beginn an verwoben
mit unserem Dasein auf dieser Erde.

Sechs Körper.
Sechs Stimmen.
Sechs Wege ins Ungewisse.

Spuren entstehen.
Verklingen.
Verheddern sich.

Klang bricht auf.
Bilder zeigen sich, verschwinden.
Worte tasten.
Körper erinnern, verlieren, halten.

Alles tritt in Bewegung.
Gerät durcheinander.
Tritt in Beziehung – berührt.

DISAPPEARANCE —
das Verschwinden schmerzt.
Es zieht, brenn, drückt,
macht einsam,
hinterlässt Lücken.

Dort flimmert etwas.
Scheint auf.
Wie ein Noch-nicht.
Ein Vielleicht.

Übergänge.
Schwellen.
Zwischenräume
zwischen dem, was war,
und dem, was Form sucht.

DISAPPEARANCE
Ein Zustand.
Ein Dazwischen.
Ein fortwährender Prozess.
Work in Progress.

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