Der Ursprung von „Der Wesen Klang“ geht zurück auf die Ausstellung „The Bern Manifestos“, die Jens Reulecke im Sommer 2025 in Bern zeigte.
Der dortige Ausstellungsort ONO befindet sich im Basement eines 400 Jahre alten Hauses inmitten der Berner Altstadt. „Von dort kam etwas auf mich zu, das Gestalt finden wollte“, so Reulecke. Daraus gingen die „Wesen“ hervor – menschliche Köpfe mit jeweils vielen Gesichtern.
Schnell wurde deutlich, dass die Wesen über die Ausstellung hinaus präsent sein wollten. So forderten sie mit dem Künstler auf Reisen zu gehen, fotografiert, gemalt und gezeichnet zu werde. Doch damit nicht genug: Es folgten die „Wesen der zweiten Generation“ – farbige Köpfe, die aus dem 3D-Drucker hervorgingen.
Das Buch, das im Rahmen der Schweizer Ausstellung entstand, trägt in einem seiner Kapitel die Überschrift „Der Wesen Klang“. Dort finden sich auch die Worte: „Überschreiten der Schwelle – räumlich/zeitlich“.
Diese Notiz steht von Beginn an für ein Prinzip, dem die Kunst explizit Raum gibt – sei es als Plastik, Zeichnung, Fotografie, Bild oder Klang.
So ist es nur folgerichtig, dass die Wesen dem Maeng Museum, einem Ort für improvisierte Musik, einen Besuch abstatten.
Zudem freuen sich die Wesen auf die Arbeiten der koreanischen Künstlerin und Musikerin Joengeun Maeng, der Namensgeberin des Museums. 100 Bilder, die sie 2012 schuf und in Berlin zurückließ, werden hier immer wieder neu kombiniert und dem Publikum in wechselnden Konstellationen präsentiert.